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Stahlschrottbilanz 2017

Stahlrecycling auf Wachstumskurs

Das kräftige Wachstum der deutschen Wirtschaft und insbesondere die verbesserte Lage der Stahlindustrie, sowohl im Inland als auch international, haben sich positiv auf die Stahlrecyclingbranche ausgewirkt. Die Rohstahlproduktion hat im vergangenen Jahr mit 43,56 Mio. Tonnen einen um 3,5 % höheren Wert als im Vorjahr erreicht. Dabei setzten Stahlwerke und Gießereien in besonderem Maße auf den Sekundärrohstoff Stahlschrott und steigerten den Einsatz um 8 % auf 25 Mio. Tonnen. Der Zukauf vom Handel lag dabei gut 5 % über dem Vorjahreswert. Einschließlich Export betrug die Lieferleistung der deutschen Stahlrecyclingunternehmen rund 22 Mio. Tonnen Stahlschrott.

„Es ist erfreulich zu beobachten, dass gerade in der Stahlindustrie die Gedanken von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen“, sagt BDSV-Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Cosson. Die Lieferung spezifikationsgerechten und qualitätsgesicherten Schrotts durch Recyclingunternehmen sei ein Schlüssel dafür, dass die Decarbonisierung der Stahlproduktion erfolgreich vorankommt.

Die Marktaussichten für das laufende Jahr beurteilt die BDSV prinzipiell positiv. Ganz ohne Sorgen ist die Branche allerdings nicht: Die zunehmenden protektionistischen Tendenzen in vielen Ländern könnten Rückschläge heraufbeschwören. Herausforderungen stellen zudem der sich abzeichnende Fachkräftemangel sowie die mehr und mehr zutage tretenden Mängel in der Infrastruktur in Deutschland dar; dies betrifft sowohl Straßen-, Schienen- also auch Wasserwege. Die Mängel beeinträchtigen zunehmend die reibungslose Belieferung der Abnehmer von Stahlschrott.

Der Gesamtversand der deutschen Stahlrecyclingunternehmen lag mit 26,5 Mio. t drei Prozent über dem Vorjahreswert. Sowohl die Stahlwerke als auch die Gießereien haben ihre Zukäufe nach vorläufigen Schätzungen für das Jahr 2017 um rund 5 Prozent gesteigert. Dies entspricht einem Plus von ca. 900.000 t gegenüber dem Vorjahreswert. Lediglich die Stahlschrottexporte lagen mit 8,57 Mio. t knapp unter dem Wert des Vorjahres (-1,2 %). Im Gegensatz zu den Exporten legten die Importe von Stahlschrott im vergangenen Jahr um gut 6 % zu. Der Exportüberschuss (Exporte minus Importe) lag im Jahr 2017 bei 3,9 Mio. t.

Bei den Angaben zur Rohstahlproduktion und zum Schrotteinsatz für das Jahr 2017 wurde auf Schätzungen von worldsteel und Eurofer zurückgegriffen, da die WV Stahl die Produktionszahlen zuletzt im September 2017 veröffentlicht hat. Die Rohstahlproduktion erreichte in Deutschland nach vorläufigen Angaben im Jahr 2017 43,56 Mio. t. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert um 3,5 %. Der Schrotteinsatz bei der Rohstahlproduktion lag bei ca. 19.5 Mio. t. Dies entspricht einem Plus von 8,3 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die Gießereien haben ihren Schrotteinsatz 2017 um 7 % auf 5,5 Mio. t erhöht.

Die Pressemitteilung als PDF-Download finden sie hier »:

Ansprechpartner

Referent Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs

Bernd Meyer
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